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  • AutorenbildMichael Müller

Die letzten Arbeiten, bereit zum Einzug!

Die letzten Schritte in unserem Neubau mit Massivhaus Mittelrhein. Während die Bauphase von wenigen Kleinigkeiten abgesehen absolut reibungslos verlief, wurde es zum Ende doch nochmal spannend. Die alte Wohnung ist zum 01.05 gekündigt. Bis dahin musste der Umzug

also erfolgt sein. Eigentlich hatten wir hierfür auch mehr als genug Puffer eingeplant. Doch es gibt ein paar Notwendigkeiten, die es doch nochmal spannend machten. Um einzuziehen, müssen die Hausanschlüsse fertig sein. Das ist klar. Innerhalb des Hauses und bis zu 0,5 Meter vor der Bodenplatte wurden diese auch schon in der Bauphase vorgesehen. So weit, so gut. Jetzt war aber im vierten Quartal 2022 und im ersten Quartal 2023 das Wetter oft so unbeständig, nass und kalt, dass der Außenputz nicht fertiggestellt werden konnte. Das Problem ist, dass solange der Außenputz nicht fertig ist, das Baugerüst steht. Und das Baugerüst steht schlicht im Weg. Dort muss der Tiefbauer graben, um die letzten Kanalanschlüsse zu legen. Und so wurde es dann nochmal spannend. Für uns gab es zwei Optionen: Das Gerüst abbauen, um es später wieder aufbauen zu lassen oder hoffen, dass wir doch mal drei Tage gutes Wetter haben, damit der Putz fertiggestellt werden kann. Eigentlich hatten wir schon mit dem Abbau und späteren Wiederaufbau gerechnet, doch wir hatten Glück. Die Sonne hat sich angekündigt, der Putz wurde aufgetragen und kurze Zeit später wurde das Haus von dem Gerüst befreit. Wir hatten das erste Mal freie Sicht auf unser Haus. Ein schönes Gefühl und ein sehr schöner Anblick. Viel beruhigender war jedoch, dass schon in der darauffolgenden Woche der Tiefbauer anrückte und die Kanalanschlussarbeiten in wenigen Tagen durchführte. So lief am Ende doch noch alles mehr oder weniger entspannt ab, aber einen Buffer, um auf schönes Wetter warten zu können, sollte man hier haben. Zwei Wochen vor dem geplanten Einzug sind die Anschlussarbeiten erledigt. Dabei haben wir zwei Besonderheiten.


7500L Betonzisterne

Wir haben uns entschieden, eine Beton-Zisterne mit einer Speicherkapazität von 7.500 Litern und einem vorliegenden Technikschacht einbauen zu lassen. Ein Neubau ist aus

umwelttechnischer Sicht bedenklich, unabhängig davon, wie effizient das Haus ist

und wie gut die Baumaterialien recycelbar sind. Der Wasserverbrauch, die Menge an verwendetem Beton und die Flächenversiegelung machen nachdenklich. Daher wollten wir sicherstellen, dass wir das Beste aus der Situation machen können, wenn wir einmal darin wohnen.

Die beiden Regenfallrohre des Hauses (und auch der zukünftigen Garage) werden zentral in die Zisterne geleitet, wo das Regenwasser zwischengespeichert wird. Erst wenn die Zisterne voll ist, wird das Wasser in die Kanalisation abgeleitet. In dem davor liegenden Technikschacht wird die Pumpe installiert, die das Wasser aus der Zisterne entsprechend an die Verwendungsorte verteilt. Bei uns geschieht das nur im Garten., denn die Verwendung von Regenwasser im Haus erfordert separate Leitungen, da das Regenwasser nicht mit Frischwasser vermischt werden darf. Diesen Schritt haben wir uns gespart. Daher können wir das Wasser "nur" für die Bewässerung unseres Gartens verwenden. Ob sich dies finanziell wirklich lohnt, werde ich in einem späteren Artikel erläutern 😊. Spoiler: finanziell gesehen nicht unbedingt, aber für unser Umweltbewusstsein ist es dennoch sinnvoll und gut!


Rückstauklappe mit Hebesystem: Ein notwendiges, wenn auch kostspieliges Thema

Die Frage, ob eine Rückstauklappe mit Hebesystem notwendig ist oder nicht, kann zu Diskussionen zwischen Handwerkern führen – und das nicht zu knapp, zumindest in unserem Fall 😊. Aber was genau ist das eigentlich? Selbst nach Aufschüttung liegen unsere Sanitäranschlüsse im Erdgeschoss unterhalb des Kanalniveaus. Aus diesem Grund schreibt der Bauantrag bzw. die Baugenehmigung eine Rückstausicherung für Abwasser vor. Wir

haben uns daher für ein System von der Firma Kessel entschieden.

Laut Herstellerbeschreibung: "Der Pumpfix F ist der einzige Rückstauverschluss, der gegen Rückstau pumpt. Im Normalbetrieb leitet die Rückstaupumpanlage Abwasser kontinuierlich und energieneutral zum Kanal hinab. Bei einem Rückstau schließt die Rückstauklappe automatisch und bei anfallendem Abwasser wird gegen den Rückstaudruck gepumpt. Das integrierte Schneidrad zerkleinert Feststoffe, sodass der Pumpfix F auch für fäkalienhaltiges Abwasser geeignet ist."

Unser Tiefbauer kaufte das System für uns ein, installierte es so weit wie möglich und bereitete hierfür alle Schächte und weiteren Anschlüsse vor. Die eigentliche Inbetriebnahme der Elektrik erfolgt durch einen Techniker von Kessel selbst. Insgesamt kostete das in Summe ca. 8.000€. Das war schon eine Menge unerwarteter Zusatzkosten. Warum war diese Angelegenheit so generell so nervenaufreibend? Es erforderte eine intensive Abstimmung zwischen Massivhaus Mittelrhein und unserem Tiefbauer, um das geeignete Gerät zu identifizieren. Offenbar wird dieses System nicht allzu oft installiert. Da unser Haus das letzte an den Kanal angeschlossene ist und zudem auf dem höchsten Punkt liegt, hält unser Tiefbauer dieses System ohnehin für unnötig. Dennoch haben wir uns entschieden, es zu installieren, um eventuelle Probleme bei einer späteren Prüfung zu vermeiden. Steht ja so im Bauantrag...


Die letzten Arbeiten im Haus: Fliesen, Elektrik, Heizung und kleine Hürden

Der Außenputz ist fertig, die Anschlüsse sind angeschlossen. Der Fliesenleger verlegt unsere Böden, der Elektriker hat den Zähler und die Sicherungen eingebaut, und die Sanitärfirma nimmt die Heizung nun richtig in Betrieb (zuvor lief sie nur über Strom, ohne die eigentliche Erdwärme), installiert die Keramik und gibt Wasser in die Hausleitungen. Gleichzeitig werden die Innentüren geliefert und montiert. Doch genau bei diesen Schritten traten die einzigen "Baufails" auf. Alles in allem sind sie nicht allzu dramatisch, aber dennoch ärgerlich.

Glücklicherweise sind wir bei all diesen Themen sehr entspannt, und es ist leicht, Lösungen zu finden. Auch Massivhaus Mittelrhein (MHM) unterstützt uns bei der Lösungsfindung. Ich werde diese "Fails" hier kurz erwähnen, werde aber in einem separaten Artikel näher darauf eingehen, um mehr ins Detail gehen zu können.

  1. Nicht genügend Fliesen: Leider wurden nicht genügend Fliesen bestellt oder geliefert, um den geplanten durchgängigen Bodenbelag zu ermöglichen. Die genaue Schuldfrage war mir ehrlich gesagt egal. Die Tatsache war, dass nicht genügend Fliesen vorhanden waren. Dieses Problem schien zunächst unkompliziert zu sein, da wir einfach zusätzliche Fliesen nachbestellen könnten. Aber das stellte sich als unmöglich heraus, da der Hersteller insolvent wurde. Zum Glück hat der Fliesenleger die Situation gerettet, indem er die Fliesen in den Wohnräumen verlegt hat und nur Treppe und Technikraum ausgespart wurden. Wir haben dann neue Fliesen nach bemustert und konnten so einen farblichen Akzent setzen. Es war zwar nicht wie geplant, aber eine unkomplizierte Lösung. Das ist letztendlich das Wichtigste. Und die dunkel abgesetzte Treppe gefällt uns nun eigentlich auch besser :-) Daher Glück im Unglück.

  2. Probleme mit der Glasschiebetür: Die Glasschiebetür öffnet sich nicht so weit, wie es eigentlich geplant war. Dieser Mangel resultiert meiner Meinung nach aus einem Architekturfehler. Das Problem hätte bereits in der Hausplanung leicht gelöst werden können, aber Wände abzureißen und zu verschieben war nun keine Option mehr. Dies ist zwar ärgerlich und unschön, aber wenn dies das einzige Problem im Neubau ist, können wir uns damit arrangieren.

  3. Der nervenaufreibendste Punkt: Der Einzug war für Samstag geplant. Am Freitag war die Sanitärfirma im Haus, um die Hausanschlüsse freizugeben, insbesondere das Wasser. Gleichzeitig wurde die Küche vom Küchenbauer aufgebaut. Bei einem finalen Drucktest wurde jedoch ein kleines Leck festgestellt. Trotz aller Bemühungen der Sanitärfirma, die bis 21 Uhr vor Ort war, konnte das Problem nicht behoben werden. Dies war ein lehrreiches Erlebnis in Sachen Haustechnik. Das Problem trat nur im Kaltwasserkreislauf im Erdgeschoss auf. Insgesamt gibt es im Erdgeschoss und Obergeschoss jeweils einen eigenen Kalt- und Warmwasserkreislauf, insgesamt also vier Kreisläufe. Die Sanitärfirma konnte daher im Erdgeschoss kein Kaltwasser freigeben. Dies bedeutete letztendlich, dass Spülmaschine, WC usw. im Erdgeschoss nicht funktionierten, der Rest jedoch normal genutzt werden konnte. Somit stand dem Einzug zumindest nichts im Wege, und das Problem wurde in der folgenden Woche behoben.


Übrigens der Fliesenleger benötigte grob 2 Wochen, um

im Haus Fliesen zu verlegen. Vor Ort wurden noch die Verlege Muster und die Fugenfarbe besprochen. Die

besprochenen Muster wurden auf dem Estrich und der Wand angezeichnet und entsprechend gefliest. Hier muss man sich wieder die Räume vorstellen, ob man das Muster längs oder waagerecht haben mag. Wir haben uns dazu entschieden das Muster von Raum zu Raum teilweise zu ändern, damit es immer für den Raum passend ist.


Böden, Türen, Strom, Wasser, Küche – Bereit zum Einzug!

Die Böden sind verlegt, die Türen montiert, die Elektrik und Wasserversorgung sind angeschlossen, die Küche ist bereit – unser Haus ist fertig und bewohnbar. Das einzige größere ausstehende Thema ist die Installation der PV-Anlage. Die Module sind bereits auf dem Dach montiert, aber im Technikraum fehlen noch die Wechselrichter und der Speicher. Diese werden voraussichtlich noch etwa drei Monate in Anspruch nehmen. Aufgrund dieser Verzögerung haben wir die offizielle Übergabe von Massivhaus Mittelrhein (MHM) an uns noch nicht durchgeführt, sind aber dennoch bereits eingezogen.

Ganz ehrlich, in einem bereits bewohnbaren Haus zu leben und die Übergabe ein paar Wochen später zu haben, hat seinen Reiz. So konnten wir besser feststellen, was funktioniert und ob eventuell Mängel auftreten.

Insgesamt möchten wir an dieser Stelle MHM loben. Es ist nicht selbstverständlich, dass man in ein noch nicht übergebenes Haus einziehen kann. Außerdem ist es äußerst ungewöhnlich, während der Bauphase Eigenleistungen wie Maler- und Tapezierarbeiten durchzuführen. Dennoch war es sinnvoll, diese Arbeiten im Voraus zu erledigen. Dank unserer guten Kommunikation während der gesamten Bauphase und der unkomplizierten Klärung aller Angelegenheiten war es für beide Seiten akzeptabel, dies zu ermöglichen. Selbstverständlich ist es jedoch nicht.






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