• Michael Müller

Bodenplatte – Der nächste Schritt für unseren Hausbau mit Massivhaus Mittelrhein

Die Bodenplatte kommt in jedem Hausbau Blog vor. Sie ist ja auch das Fundament jedes Neubaus ohne Keller. In diesem Blogartikel möchte ich kurz beschrieben, wie bei Massivhaus Mittelrhein der Vorgang von den Erdarbeiten zur fertigen Bodenplatte erfolgt. Die Bodenplatte ist bei Massivhaus Mittelrhein im Preis enthalten, so dass hier keinen weiteren Hauskosten entstehen.

Tag 1 nach erstellen der Bodenplatte
Fertige Bodenplatte

Externe Vergabe

Nach dem die Erdarbeiten abgeschlossen sind, beginnt der Rohrbauer mit den Vorbereitungen für die Bodenplatte. Massivhaus Mittelrhein vergibt dieses Gewerk extern weiter, stellte uns aber zu Beginn einen Bauleiter über alle Bauphasen hinweg bereit. Dem entsprechend übernimmt er die Termin-Koordination. Wir haben also hier erstmal keine Verantwortung für Aufgaben bei uns liegen. Für unsere Baustelle wurde die Firma „Hoch- und Tiefbau Dennis Geyer“ aus Wimbach beauftragt. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass Massivhaus Mittelrhein in der Haftung eines ordentlichen Kaufmanns steht. Sollte es also zu Problemen kommen, werden alle Haftungs-, Garantie- oder Gewährleistungsansprüche von uns an Massivhaus Mittelrhein gerichtet. Aus unserer Sicht bleibt Massivhaus Mittelrhein unser einziger Ansprechpartner, dies ist übrigens bei allen Gewerken so, egal ob fremdvergeben oder nicht.


Vorrausetzungen zum Baubeginn

Damit die Arbeiten beginnen können, müssen wir als Bauherren drei Voraussetzungen erfüllen:

1. Die Erdarbeiten müssen abgeschlossen sein

2. Baustrom muss bereitgestellt werden

3. Bauwasser muss bereitgestellt werden


Über die Erdarbeiten habe ich schon in einem eigenen Artikel geschrieben. Doch wie kommt eigentlich Bauwasser an ein noch nicht an das öffentliche Netz angeschlossenes Grundstück? Eigentlich ganz einfach. Beim städtischen Versorger kann man sich gegen Pfand ein entsprechendes Standrohr mit Wasserzähler ausleihen. Dieses kann an den

Wasserstandrohr zum Anschluss am Hydranten
Bauwasser

nächsten Hydranten angeschlossen werden und die verbrauchte Menge (daher der Zähler) wird im Nachhinein bei Rückgabe bezahlt. Das ist also recht einfach.

Beim Baustrom ist das Ganze etwas komplizierter. Dieser muss beim regionalen Versorger beantragt werden (bei uns die Firma E-Regio). Durch das „Freizeit Plus Paket“ von Massivhaus Mittelrhein werden die benötigten Anträge von Massivhaus Mittelrhein vorbereitet, einreichen müssen wir sie dennoch selbst. Dieser Beantragungsprozess ist etwas zeitraubend und wir mussten ein paar Mal hinterher telefonieren. Nach der Genehmigung und weiteren Wochen Wartezeit beauftragte die E-Regio ein zertifiziertes Unternehmen, welches eine Stromsäule auf unserem Grundstück aufstellt und somit das Stromnetz anschließt. Das ist noch nicht alles. Ein von uns beauftragter Eklektiker muss zusätzlich einen Baustromkasten inklusive Zähler installieren. Der Elektriker, der sowieso später im Haus auch die Elektrik macht, hat uns hierfür ein Angebot erstellt. Wir haben das Angebot inklusive gemieteten Baustromkasten für ca. 1.100€ angenommen. Vermutlich kann man hier wieder etwas sparen, aber wir wollten ja alles aus einer Hand.

Lange Rede… Der Baustrom war zu Beginn der Arbeiten für die Bodenplatte bei uns noch nicht verfügbar. Glücklicherweise haben wir freundliche Nachbarn, welche uns aushalfen. Mit einer Outdoor-Kabeltrommel haben wir uns anfänglich Strom bei den Nachbarn geliehen. Starkstrom wird in dieser frühen Phase des Baus noch nicht benötigt. Daher konnte es ohne Verzögerung für uns weiter gehen.


Bodenplatte

Die Bodenplatte wird in der Bauleistungsbeschreibung: Häuser der Serie „Effizienz Serie 55 Plus“ vom Stand Juni 2021. (Vertragsdatum des Hauskaufs), wie folgt beschrieben:

Selbsttragende Bodenplatte mit konventioneller Bewehrung. Die Bodenplatte hat eine Standarddicke von 25cm, mit einer konventionellen Bewehrung bis 16 kg pro Quadratmeter, basierend auf den Voraussetzungen einer Mindestbodenpressung von 200 kN/m² und einer Bettungsziffer von ks ≥ 20 MN/m³. Abweichungen können aus statischen Gründen oder aufgrund der Ergebnisse des Bodengutachtens erforderlich sein und werden dem AG gesondert berechnet. Die Abwasserleitungen werden bei nicht unterkellerten Häusern unter der Bodenplatte auf direktem Weg nach außen verlegt. Die Leitungen enden ca. 0,50m von der Außenkante des Hauses. Der Anschluss aller Grundleitungen an die Kanalisation ist im Rahmen der Tiefbauarbeiten bauseitig auszuführen. Innerhalb der Bodenplatte ist ein Funktionspotentialausgleichsleiter verlegt, dessen Anschlussfahne im Technikraum endet. Für den bauseitig notwendigen äußeren Ringerder aus Edelstahl werden Anschlussfahnen vorgesehen, die ca. 0,5m vor Außenkante des Gebäudes enden. Die Dämmung der Bodenplatte, zur Erreichung eines Effizienzhaus 55 Plus, erfolgt auf der Bodenplatte, um sowohl der statischen Tragfähigkeit Rechnung zu tragen als auch möglicher energetischer Verluste vorzubeugen.“

Kommen wir nun zu den eigentlichen Arbeiten der Bodenplatte. Die Firma Geyer beginnt, sobald sie einen Liefertermin für das Eisen hat. Die Eisenarmierung wird später als Bewehrung gelegt und mit Beton umgossen, was die spätere Platte vor Absenkung, Brüchen und Rissen schützt. Mit der Lieferung des Eisens begonnen auch schon die Arbeiten. Innerhalb von 4 Tagen wurden die Bodenplatte erstellt.

Die Hausanschlüsse kommen unter die Bodenplatte
Tag 1 - Aushub der Anschlussschächte

Tag 1: Die schöne planierte Fläche wird zum Teil wieder aufgegraben, um Schächte für die Versorgungsleitungen (Rohre etc.) vorzubereiten.

Tag 2: Die Rohre werden verlegt und die Schächte wieder geschlossen. Somit laufen alle Versorgungsleitungen unter der noch nicht erstellten Bodenplatte. Die eigentlichen Hausanschlüsse werden ca. 50 cm außerhalb der Bodenplatte im Boden eingegraben. Die jeweiligen Stellen werden mit Hölzern markiert, so dass der Tiefbauer diese später wieder findet.

Tag 3: Die Verschalung (das sind die Holzumrandungen in die das Betongegossen wird) wurde fertiggestellt und das Eisen ausgelegt.

Tag 4: Alles ist vorbereitet und es wird betoniert. Für unsere Bodenplatte mussten vier große Betonmischer (vier Achsige) und ein Pumpwagen kommen. Die Betonmischer geben den Beton in den Pumpwagen und über einen langen „Rüssel“ wird der Beton in die Verschalung geleitet. Durch dauerhaftes Abziehen in Kombination mit verschiedenen Vibrationswerkzeugen bildet die verteilte Betonmasse eine Füllung ohne Lufteinschlüsse und mit glatter Oberfläche. Dies dauerte ungefähr 2 Stunden.


Persönliches Fazit

Innerhalb von 4 Tagen ist unsere Bodenplatte fertig, wir können uns nun wieder noch besser vorstellen, wo das Haus stehen wird und welche Ausmaße es tatsächlich hat. Man sollte aber immer berücksichtigen, dass einem eine Bodenplatte anfangs immer sehr klein vorkommt. Das richtige „Größen Gefühl“ wird sich erst mit den Folgearbeiten, den Mauern, ergeben.

Dies war die dennoch auch die erste Bauwoche, in der man täglich Fortschritte gesehen hat; so kann es gerne weitergehen 🙂. Ein sehr schöner Eindruck, das der Traum des eigenen Hauses nun bald wahr wird.


Was passiert als nächstes?

Die Bodenplatte muss einen Tag aushärten, dann ist sie schon begehbar und die Mauerarbeiten können beginnen. Es dauert tatsächlich ca. vier Wochen, bis der Beton vollständig ausgehärtet ist. Das weitere Bauen stört es jedoch nicht . Als nächstes stehen die Mauerarbeiten auf dem Plan. Stein auf Stein wird das Haus gebaut. Ebenfalls von der Firma Gayer, so dass die Bodenplatte und die Mauern aus einer Hand sind. Weiterhin koordiniert durch die Bauleitung von Massivhaus Mittelrhein.


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Videos und Bildergalerie zum Artikel


Anbei noch ein paar Schnappschüsse von den Arbeiten, viel Spaß beim Anschauen.




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